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Sind wir nicht gleichberechtigt? – Ein Artikel über Gleichberechtigung.

wir sind nicht gleichberechtigt

Wer mich etwas besser kennt weiß, dass ich mich für die Gleichberechtigung einsetze. Jetzt verdreh nicht die Augen und denke “nicht noch so eine Emanze”. Wenn ich über ein Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau spreche, bekomme ich oft zu hören, dass wir doch schon gleichberechtigt sind. Nun, das sehe ich anders und genau darum soll es in diesem Blogpost gehen.

Ich glaube, dass es sehr unterschiedliche Herangehensweisen gibt, sich für Gleichberechtigung einzusetzen. Eines ist aber immer gleich: Es wird sich für die Gleichstellung aller eingesetzt, gegen Sexismus und gegen die Diskreminierung von Frauen.

Was ich auch heute noch beobachten kann, ist im Großen:

Männer haben noch immer mehr Einfluss auf das (Welt)geschehen, einfach weil viele Ämter und Positionen mehr von Männern besetzt sind, als von Frauen.

  • In der Politik sind mehr Männer tätig als Frauen (31 % Frauen im Bundestag)
  • Viele Geschäftsetagen werden von Männern dominiert (18 % Frauenanteil)
  • Oft werden Männer als kompetenter angesehen und in manchen Dingen wird Frauen nicht einmal Gehör geschenkt. Hier habe ich auch persönlich meine Erfahrungen machen dürfen.
  • Die meisten Redner sind Männer (25 % Frauen) – sprich: die Bühnen werden von Männer gerockt
  • Männer verdienen in vergleichbaren Berufen und Positione 20 Prozent mehr als Frauen
Mehr Männer in der Politik

Aber auch im Kleinen wird oft noch deutlich:

  • Die Elternzeit wird häufiger von Frauen genommen
  • Frauen reduzieren ihren Job oder verlassen ihn ganz, bei Geburt von Kindern
  • Oft ist der Haushalt, der Einkauf, die Kindererziehung nicht gleichberechtigt aufgeteilt und der Anteil der Aufgaben ist für Frauen weit größer

Mich würde an der Stelle mal interessieren, wieviele Männer – im Vergleich zu Frauen – derzeit Homeschooling mit ihren Kindern machen oder Kitakinder zu Hause betreuen.

Männer sind also schlechter? Brauchen auch sie mehr Gleichberechtigung?

Jetzt denkt bitte nicht, dass ich meine, dass die Männer schlechter oder uninteressierter wären. Oftmals ist es aber so, dass die Männer mehr verdienen, als die Frauen. Da liegt nahe, dass die Frauen ihren Job reduzieren und mehr für die Kinder da sind. Durch das Stillen sind Frauen natürlich auch oft in den ersten Monaten nach der Geburt zu Hause.

Zudem denke ich, dass es oft der männlichen Prägung entspricht, Ernährer zu sein und sie sich mehr profilieren müssen. Wie schnell fällt das Wort “Weichei” oder “Pussi”, wenn ein Mann ehrlich interessiert an seiner Familie ist, wenn er gar weint und Gefühle zeigt. Ich glaube, dass auf Männern oft ein viel größerer Druck lastet, alles zu können und für alles die Verantwortung zu tragen. Liebe Männer, ich möchte nicht mit euch tauschen.

Wir sind eben NICHT gleichberechtigt.

Worum es mir vielmehr geht, ist darauf hinzuweisen, dass wir eben NICHT gleichberechtigt sind, dass es ein Missverhältnis zwischen Männern und Frauen gibt und dass eine Veränderung dieses Missverhältnisses schwer von der Bewertung und der Wahrnehmung aller abhängt.

Wir haben jetzt die große Chance umzudenken und andere Wege zu gehen. Viele Menschen sind derzeit im Homeoffice und viele Firmen hätten nicht geglaubt, dass dies so möglich ist. Sie haben durch die jetzige Situation erfahren und erleben dürfen, was alles geht und was eben auch nicht.

Ich stelle mir oft folgende Fragen:

  • Wäre es nicht schön, wenn Väter ihre Kinder nicht nur am Wochenende ins Bett bringen könnten, sondern auch unter der Woche? Und wäre es nicht  schön, wenn sie sich dafür einsetzen würden?
  • Ist es wirklich so wichtig Meetings um 18 Uhr anzusetzen, wo alle schon einen ganzen Arbeitstag hinter sich haben und die Auffassungsgabe nicht mehr so hoch ist? 
  • Ist es wirklich gut, 40 Stunden regelmäßig auf Arbeit zu gehen? Und wer zum Geier kam auf diese Zahl?
  • Natürlich steht es jedem frei die Arbeitsstunden zu reduzieren. Aber ist es wirklich Freiheit, wenn einem nach Reduzierung der Arbeitsstunden das Geld zum Leben fehlt?
  • Warum können die anstehende Aufgaben und Arbeiten nicht anders aufgeteilt werden?
  • Warum verdienen Frauen immer noch weniger, als Männer – bei gleicher Qualifizierung?

Neben dem Hinweis auf die oben beschriebenen Missstände, sehe ich es als meine Aufgabe an, Frauen zu befähigen sich selbst, ihre Arbeit und die eigenen Befindlichkeiten ernster zu nehmen. Dabei unterstütze ich in meinen Coachings.

Wenn du mich kennenlernen möchtest, dann kontaktiere mich gern.

Liebe Grüße

Steffo

PS: Wenn dir ein Coaching erst einmal zu viel ist, kann ich dir die kostenfreie Online-Verantstaltungsreihe „Heldinnen helfen Heldinnen“ ans Herz legen, die im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche stattfindet. Alle Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung findest du hier.

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