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Lustlos ins neue Jahr – mein Start in 2021

lustlos ins neue Jahr

Für gewöhnlich mache ich mir am Ende eines jeden Jahres/ spätestens am Anfang eines neuen Jahres Pläne für das kommende Jahr. Ich stelle mir folgende Fragen: Was möchte ich gern für Projekte umsetzen, welche neuen Produkte ins Sortiment nehmen, was vielleicht generell in meiner Arbeit ändern?

In diesem Jahr war das anders.

Mein Jahr startete mit einer ganz anderen Herausforderung: Ich musste mich mit der Endlichkeit des Daseins meiner Eltern beschäftigen, damit, dass sie nicht immer für mich da sein werden und dass sich das Blatt auch wenden kann und sie meine Unterstützung, mein Halten, mich brauchen. Die Menschen, die immer wie ein Fels in der Brandung für mich da waren, die stark waren und bis zu einem gewissen Punkt immer eine Antwort wussten, waren an einem Punkt, wo sie nicht weiter wussten, wo sie mich brauchten — ohne es zu wissen.

Meine Aufgaben im Zusammensein der Familie haben sich dadurch noch einmal etwas geändert. Ich bin hier noch immer im Lernprozess, in der Veränderung, in dem sich mit dem Tod auseinandersetzen und dem Umgang nach innen und außen damit. Ich bin im Erlauben und im Annehmen.

Auch meine Kreativität war eingeschränkt.

Dazu kam das Gefühl mich nicht in meiner Kreativität ausleben zu dürfen. Ich brauche mehr als nur den Input aus der Natur und meiner Familie. Ich brauche Einblicke in die Werke anderer Künstler, ins Handeln anderer und das mit allen Sinne: dem Hören, dem Sehen, dem Schmecken und Riechen und auch dem Fühlen. 

Erst jetzt spüre ich, wie wichtig es ist auf Konzerte zu gehen oder in Ausstellungen. Wie schön ist es gutes Essen in einem besonderen Ambiente genießen zu können. Oder auch wie bereichernd es ist Menschen zu beobachten, um die einige Kreativität zu befeuern und zu beflügeln. Das alles ist Lebensqualität und bietet die Möglichkeit daraus Neues zu erschaffen.

Bitte versteht mich nicht falsch: es gibt auch andere Möglichkeiten sich inspirieren zu lassen, aber manchmal reichen diese eben einfach nicht aus.

Die Folge war Lustlosigkeit und Ohnmacht.

All diese Eindrücke und Erkenntnisse führten bei mir zu Lustlosigkeit und einer Art Ohnmacht. Ich hatte das Gefühl zurück im Teenageralter zu sein – ich wollte chillen, ins Handy klotzen und einfach nichts tun. Null Bock auf nix.

Aber, auch solche Phasen braucht es, um wieder Schwung zu holen.

Für gewöhnlich mache ich sehr gern Pläne. Ich habe viele Ideen im Kopf, die ich umsetzen möchte, teils allein, teils mit anderen zusammen. Aber es fiel mir schwer den Ideen freien Lauf zu lassen, denn die Möglichkeiten werden im Moment sehr begrenzt und so macht planen weniger Spaß.

Nun sind zwei Monate vergangen, in denen ich auch Dinge in den Gang bekommen habe, fotografiert und gecoacht habe, aber eben nicht so leicht, wie sonst. JETZT ist aber der Punkt gekommen, an dem ich neue Energie habe, an dem ich meiner Lethargie entspringe und angefangen habe zu planen. Und ey, ich habe einige Ideen. Von denen erzähle ich euch in meinem nächsten Blogpost.

Wie ging es dir dieses Jahr? Hattest du ähnliche Startschwierigkeiten oder erging es dir ganz anders? Kommentiere gern!

Es sind auch tolle Projekte in den letzten Wochen entstanden:

Ich möchte euch an der Stelle noch einmal auf der Veranstaltungsreihe “Heldinnen helfen Heldinnen” hinweisen. Sie startet nächste Woche und ihr könnte euch noch zu den Workshops und Lesungen anmelden. Die Anmeldung ist kostenfrei, die Inhalte bereichend!

Also los, lasst uns starten und das Jahr zu unserm Jahr machen!

Eure Steffo

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Comments · 1

  1. Liebe Steffi, das Gefühl, durch die Umstände extrem gebremst zu werden, kenne ich. Da kommt dann wirklich Frust auf. Danke für deine Ehrlichkeit. Es tut gut, zu wissen, dass nicht immer alles schick ist. Wir alle haben Phasen, in denen wir mehr schaffen, und Phasen, in denen es schwieriger läuft. Dann mit ganz viel innerem Widerstand durchzupowern, kann zwar helfen, aber auch viel kaputt machen. Manchmal ist es sinnvoller, einen Gang zurückzufahren. Denn, wie du selbst schreibst: „JETZT ist aber der Punkt gekommen, an dem ich neue Energie habe, an dem ich meiner Lethargie entspringe und angefangen habe zu planen. Und ey, ich habe einige Ideen“ — da bin ich ja schon sehr gespannt drauf!

    herzliche Grüße,

    Katharina

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